Eigentlich tue ich es gerne. Und noch dazu kann ich es immer nur von September bis März tun. Aber irgendwie bin ich es doch ein wenig leid im Moment, weil es schlaucht.
Basketball ist neben Fußball mein Lieblingssport. Zwar spiele ich im Moment nicht selber - was sich allerdings bald zumindest auf Uniebene ändern wird -, aber ich bin Schiedsrichter.
Nun hat dieser Job ja manchmal schon etwas masochistisches an sich. Man ist irgendwie immer der Dumme, alle meckern - oft - an einem rum. Aber ich tue es eigentlich gerne. Schon in der dritten Saison. Vor ein paar Wochen stand der erste Versuch an, eine höhere Lizenzstufe zu erreichen. Hat leider nicht funktioniert. Lag größtenteils an mir und meiner mitpfeifenden Kollegin - aber auch am Spiel. Es war sehr unruhig, es gab viel Motzerei, es war einfach ein sehr ungünstiges Spiel für eine Lizenzprüfung.
Naja, muss ich es in der nächsten Saison wieder versuchen.
Ich bin bei uns im Verein der einzige Schiedsrichter, der nicht selber spielt. Außerdem bin ich Student und hab nicht viel Geld. Also bin ich prädestiniert dafür, dass ich viele Spiele, die andere abgeben müssen, übernehme. Desweiteren ist ja nicht zu verhehlen, dass Bewegung gut tut. Und ich sehe ein wenig von der Gegend.
Und, wie gesagt, eigentlich mache ich es gerne.
Aber manche Tage sind auch nicht so toll. Heute war so einer. Kurzfristig hatte ich die Spiele übernommen, zehn und zwölf Uhr, 23km von hier entfernt. U14 und U16 Jugendspiele. Eigentlich recht angenehm.
Leider hatte ich die Nacht nicht sonderlich gut geschlafen, als ich an der Halle ankam stellte ich zudem fest, dass dort ein Fußballturnier stattfand. Wenigstens war die andere Halle nicht allzu weit entfernt. Dort stellte sich dann noch heraus, dass der mit mir angesetzte Kollege nicht erschien. Finanziell ist das zwar reizvoll, da ich so pro Spiel 150% der normalen Gebühren erhalte, andererseits würde ich darauf gerne verzichten. Denn so ein Spiel alleine zu leiten, ist nicht nur körperlich, sondern oft aus psychisch anstrengend, da man ganz alleine ist und keinen Ansprechpartner hat. Heute ging es einigermaßen, es war auszuhalten.
Und dann sind da noch Tage, wo ich Seniorenspiele alleine leite. Je nachdem, welche Mannschaften beteiligt sind, ist das mehr oder weniger stressig. Da ich männliche Senioren derzeit nur in der Kreisliga pfeife, ist es meist ziemlich stressig.
Morgen sind wieder zwei Spiele um zehn und zwölf Uhr, Jugendspiele.
Bin ich derzeit ziemlich froh drüber.
Und, auch wenn mir dann das Geld fehlen wird, werde ich froh sein, wenn die Saison Ende März zuende geht. Was nicht bedeutet, dass ich mich im Juli und August wieder auf die neue Saison freue.
Wenn man etwas eigentlich gerne, aber auchlange tut, wird es einem über. Aber nach einer Pause wird es wieder.
Es wird auch dieses Jahr wieder so sein. Bestimmt.
Samstag, 24. Februar 2007
Abonnieren
Posts (Atom)
